Leben
Hektik, Arbeit, Geld verdienen, für alle schönen Sachen,
die eingebleut durch Werbung pur, angeblich Freude machen.
Auf dem Konto sehe ich, die Entlohnung reicht nicht ganz,
für schickes Auto, weite Reisen und all den andern Firlefanz.
Doch gibt es Lotto, Spielbank, Börse und die Klassenlotterie,
mit wenig Einsatz viel Gewinn, verlieren kann man dabei nie.
Soll es kosten was es will, ich will jetzt und gleich den Spaß,
habe ich kein Glück bei allem, meine Bank die leiht mir was.
Für Wiesen, Wälder, die Natur, für Menschlichkeit und Liebe,
hab ich kaum Zeit, Perfektes lockt, kein Sand mehr im Getriebe.
Wozu ich lebe? Keine Ahnung, hab nie darüber nachgedacht,
kenne nur die Gier nach mehr - und weiß nicht wo der Teufel lacht.
Auf dem Friedhof stehe ich und sehe diesen Sarg,
ein Weggefährte war er lang, die Trauer die ist arg.
Bewusst wird mir, wie schnell es geht, wie kostbar unsre Zeit,
doch ein paar Stunden später schon ist die Erinnrung weit.
Ich habe mir zwar vorgenommen, dass ich mein Leben ändern will,
ging mit dem Vorsatz noch zu Bett, war nachdenklich und still.
Beim Morgengrauen aufgewacht, war immer noch nicht ausgeruht,
das mit dem Ändern hat noch Zeit, ich fasse irgendwann den Mut.